Windelfrei

Babys brauchen keine Windeln – nur für uns Erwachsene sind sie praktisch!

Ein Baby mit Windeln: Ein Produkt unserer Gesellschaft?

In unserer heutigen Gesellschaft ist es fast selbstverständlich geworden, dass ein Baby Windeln trägt. Nur in seltenen Fällen kann man vielleicht noch darüber reden, ob es denn Wegwerfwindeln sein müssen oder ob Stoffwindeln eine Alternative bieten können. Aber muss das sein? Gehört an unsere Babys wirklich eine Windel? Wie kann das dann im Rest der Welt funktionieren, in der keine Wegwerfwindelindustrie den Markt beherrscht?

 

Ganz einfach – das Baby zum Ausscheiden abhalten

Ein Säugling ist von Geburt an kontinent, das bedeutet, Blase und Darm laufen nicht einfach über, sondern das Baby fühlt seinen Stuhl-/Harndrang aufgrund eines Kortikalreizes im Rückenmark. Es wird sich bemerkbar machen, um anzuzeigen, dass es ausscheiden möchte. Die Eltern müssen lediglich lernen, diese Zeichen und Signale zu erkennen und darauf zu reagieren.

Aber wie kann das aussehen? 

2 Beispiele aus dem Alltag:

Das Baby signalisiert eindeutig durch Schmatzen und Schlecken, dass es trinken möchte. Die Mutter legt ihr Neugeborenes an die Brust. Das Kleine macht ein paar Züge und fühlt sich sichtlich wohl. Doch plötzlich dockt es ab, wird unruhig. Satt kann es noch nicht sein, aber weiter trinken möchte es auch nicht. Es überstreckt sich leicht und drückt sich von der Brust weg. Viele Mütter erleben diese Situation häufig in den ersten Wochen nach Geburt, einige fangen sogar an,an sich zu zweifeln. Lehnt mein Baby mich ab? Mache ich etwas falsch? Dabei ist die Ursache oft ganz nahe liegend, aber leider für viele Eltern nicht präsent. Das Baby muss mal.

Hier hilft es das Baby von der Brust zu nehmen und ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu entleeren. Denn die Kleinsten wissen schon, dass es sauberer und hygienischer ist, nicht das Nest (die Mama) zu beschmutzen.

Eine andere Situation:

Ein etwa 5 Monate alter Säugling liegt fröhlich auf dem Boden und spielt mit den Küchenutensilien. Er brabbelt und erzählt vor sich hin, während der Papa kocht. Plötzlich hält das Kleine im Spiel inne und fängt an zu meckern. Man könnte meinen, ihm gefällt der Kochlöffel nicht mehr. Aber die Ursache ist oft viel nahe liegender, wird jedoch nur zu selten in Betracht gezogen. Das Baby muss mal.

Windelfrei bedeutet:

 

  • Dem Kind die Möglichkeit geben auszuscheiden, ohne dabei in seinen Ausscheidungen liegen zu müssen;
  • Das Körpergefühl stärken, weil das Gefühl über die volle Blase/Darm aufrecht erhalten bleibt
  • Kommunikation zwischen Eltern und Kind und damit einhergehende Bindungsförderung
  • Die Haut des Babys schonen, weil man auf Feuchttücher und Windelcremes verzichten kann
  • Bessere physische Entwicklungsmöglichkeit, da das Baby nach dem abhalten nackt strampeln kann, ohne dass die Eltern befürchten müssen, dass es auf den Teppich pinkelt
  • Dem Baby die Möglichkeit geben, Selbstwirksamkeit zu erfahren und dadurch stressresistente, fröhliche, selbstbewusste kleine Menschen heranwachsen sehen
  • Den Windelverbrauch zu minimieren (Nebeneffekt)

Windelfrei bedeutet nicht:

 

  • Kein „Klassisches Sauberkeitstraining“ – das Baby bestimmt, wann es muss. Nicht die Eltern bestimmen, dass das Kind jetzt aufs Töpfchen gehen soll
  • Es wird kein Druck ausgeübt, weder beim Kind noch bei den Eltern
  • Es muss nicht zu 100% auf Windeln verzichtet werden, denn es geht nicht darum, jede Ausscheidung aufzufangen.

 

Es gibt Phasen im Leben eines Säuglings, in denen das Abhalten mal gut und mal weniger gut gelingt. Auch die Signale verändern sich über die Wochen. Aber mit ein wenig Hintergrundwissen über die Entwicklung des Babys, lässt sich das leicht nachvollziehen und verstehen. Daher lade ich Euch herzlich ein, an einem meiner Kurse teilzunehmen.

Derzeit Babypause

Kursinhalt

  • Hintergrundwissen zum Thema Windelfrei
  • Signale erkennen, Standardsituationen kennen
  • Abhaltepositionen üben
  • Praktische Kleidung und Stoffwindeln

 

Der Kurs richtet sich an werdende Eltern, Eltern mit Kind, aber auch an Hebammen, Erzieherinnen, Tagesmütter o.ä.

Termine

Babypause

Dauer ca 2-3 Stunden

Kosten

25€/Person, 45€/Paar Gruppenseminar

40€/Stunde Einzelberatung + 0,30€/km

Windelfrei Treffen

Dauer ca. 1,5 Stunden

Für alle Eltern mit ‚Baby ohne Windel‘

10€/Person

Veranstaltungsort

Geburtshaus & Hebammenpraxis Stuttgart Mitte

Gaisburgstr. 12c

Stuttgart

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